Wanderwoche in der Rhön

  Wanderwoche in der Rhön  
vom 04.09.-09.09.2016
13 Mitglieder des Vereins durchwanderten die Rhön.
Mitglieder
Gasthof/Pension Goldener Stern, Ehrenberg-Seiferts
Der Wirt der Pension, Peter Büttner und sein Sohn Sören als Koch
verwöhnten uns in der Woche mit deftiger Rhöner Hausmannskost
und gepflegten Getränken.
Hotel
 
1. Tag – in Ehrenberg-Seiferts

Da die meisten bereits Mittags angereist waren, entschloss man 
sich zu einem Spaziergang zu der Grotte der Hl. Maria
und nach Ehrenberg-Melperts.

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2. Tag – Wasserkuppe

Mit dem Pkw fuhren wir über Wüstensachsen zur Wasserkuppe.
Zuerst besuchten wir die Fulda-Quelle.

Der Name Wasserkuppe weißt übrigens nicht auf den durchaus vorhandenen Wasserreichtum des Berges hin – immerhin entspringen hier etwa 30 Bäche (unter anderem Fuldaquelle kurz unterhalb des Flugplatzes) – sondern auf das altdeutsche Wort „Wass“, das lediglich einen Weideplatz bezeichnet. Der bereits erwähnte Nebengipfel der Wasserkuppe, die Abtsrodaer Kuppe sowie die weiteren Ausläufer Pferdskopf, Schafstein und Eube lassen sich über die Wanderwege auf der Wasserkuppe ebenfalls gut per Fuß erreichen und sind einen Besuch wert. 

Die Wasserkuppe ist mit 950 Metern der höchste Berg der Rhön und gleichzeitig die höchste Erhebung Hessens. Der Berg, 5 Kilometer nördlich von Gersfeld gelegen, ist insbesondere als „Berg der Flieger“ weltweit bekannt, da Anfang des 20. Jahrhunderts auf der Wasserkuppe der Segelflug erfunden wurde. Flugpioniere der Technischen Hochschule Darmstadt führten damals zwischen 1911 und 1914 zahlreiche Gleitflüge auf der Wasserkuppe durch. Entscheidender Punkt für die Weiterentwicklung und den Durchbruch des Segelfluges war letztendlich der verlorene Erste Weltkrieg, der zu einem Verbot von motorisierten Fluggeräten in Deutschland geführt hat und damit Flugbegeisterte quasi zur Weiterentwicklung des nicht-motorisierten Fluges gezwungen hat.

Noch heute gibt es auf der Wasserkuppe viele Zeugen, die den Berg als Wiege des Segelfluges und des Flugsportes erkennen lassen und jedes Jahr unzählige Freunde des Flugsportes und Segelfliegens aus aller Welt in die Rhön an die Wasserkuppe pilgern lassen. Zu diesen Zeugen gehören u.a. das Fliegerdenkmal im Westen der Wasserkuppe, das an die mutigen Pioniere der Fliegerei erinnert. Auch das Deutsche Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe und der Flugplatz (mit bis zu 20.000 Starts und Landungen pro Jahr von Segelflugzeugen und Motorflugzeugen) weisen auf die besondere Bedeutung der Wasserkuppe für diesen Sport hin. Zudem ist auf der Wasserkuppe die älteste Flugschule für Segelflugzeuge weltweit beheimatet (Gründung 1924) und bildet heute noch Schüler in Segelflug und Motorflug aus.

Fliegerdenkmal

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3. Tag – Schwarzes Moor

Das Schwarze Moor ist ein besonderes Schutzgebiet und beeindruckendes Hochmoor im Bereich der bayerischen Rhön. Am Dreiländereck von Hessen, Thüringen und Bayern gelegen, ist das Schwarze Moor gut über die Hochrhönstrasse, der Verbindung zwischen Bischofsheim und Fladungen erreichbar. Das Hochmoor liegt auf einer Höhe zwischen 770 und 782 Metern über NN und ist mit einer Fläche ca. 66 Hektar das größte Hochmoor in der Rhön. Gleichzeitig bildet das Schwarze Moor die Wasserscheide zwischen Main und Weser und gilt als eines der bedeutendsten Hochmoore Europas. Am Wanderparkplatz „Dreiländereck“ vor dem Eingang zum Schwarzen Moor befindet sich auch das relativ neu erbaute Informationszentrum zum Moor, das so genannte „Haus zum Schwarzen Moor„.

SchwarzesMoor

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4. Tag – Kloster Kreuzberg

Das Kloster Kreuzberg ist ein traditionsreiches Franziskanerkloster das sich auf dem gleichnamigen Berg in der Bayerischen Rhön befindet. Das Kloster Kreuzberg liegt auf einer Höhe von etwa 864 Metern am Westhang unterhalb des Gipfels des 928 Meter hohen Kreuzberg. Mit detwa 500.000 bis 600.000 Besuchern, die jährlich das Kloster Kreuzberg besuchen, gehört es zu den Hauptattraktionen und meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Rhön.
Zum einen gilt der Kreuzberg gilt aufgrund seiner Geschichte und seit der Missionierung der Franken durch St. Kilian 686 als der „Heilige Berg der Franken„. Auch heute finden jedes Jahr noch 70 bis 80 Wallfahrten zum Kreuzberg statt. Vom Kloster aus führt der Kreuzweg mit steinernen Bildkapellen hoch zu den drei Golgotha-Kreuzen, dem Wahrzeichen des Kreuzberges.

KlosterKreuzberg

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5. Tag – Rotes Moor

Das Rote Moor ist ein Hochmoor auf den Hochebenen der Rhön. Mit einer Größe von etwa 50 Hektar Gesamtfläche ist das Rote Moor nach dem Schwarzen Moor das zweitgrösste Hochmoor der Rhön und gleichzeitig das größte Hochmoor in Hessen. Das Rote Moor liegt auf einer Höhe von 800 bis 830 Metern über dem Meeresspiegel und ist einesRotes Moor Rhön
der beliebtesten Ausflugsziele in der Rhön, insbesondere für Wanderer im Sommer und Skilanglauf in den Loipen am Moor im Winter. Aufgrund seiner einzigartigen Natur ist das Rote Moor ein sehr wichtiger Bestandteil des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön.

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6. Tag – Rund um Tann

Tann (Rhön) ist eine kleine Stadt mit etwa 4600 Einwohnern im hessischen Teil der Rhön, Landkreis Fulda und grenzt an Thüringen an. Tann ist ein anerkannter Luftkurort und liegt zentral in der Rhön im Tal der Ulster auf einer Höhenlage zwischen 300 und 700 Metern über dem Meeresspiegel. 

Aktuelle und historische Sehenswürdigkeien von Tann sind das Stadttor
aus dem Jahr 1557 (errichtet von Eberhard von Tann im Zuge der Stadtbefestigung 1557 – 1562), der Stadtbrunnen auf dem Marktplatz von 1710, das Elf-Apostel-Haus (Fachwerkhaus und wohl ältestes Bürgerhaus der Stadt am Marktplatz) aus dem 16. Jahrhundert, der Schlossbrunnen von 1686 sowie die Schlossanlagen der Freiherren von und zu Tann aus der Zeit zwischen 16. und 18. Jahrhundert. Ebenfalls auf dem Marktplatz neben dem Brunnen steht ein Denkmal des Reichsfreiherren Ludwig von und zu der Tann-Rathsamhausen, das am 30. September 1900 errichtet wurde und unweit des Marktplatzes sieht man bereits den Kirchturm der ebenfalls sehenswerten Stadtkirche von Tann.

Tann

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