2004 Besuch des Weihnachtsmarktes in Hattingen

 

Am 9. Dezember fuhren wir nach Hattingen zum Weihnachtsmarkt.

Was heißt wir? Familiäre Besonderheiten erforderten meine Hilfe und so musste der Werner die Gruppe führen.
Es waren 15 Personen die sich um 13 Uhr am Bahnhof-West trafen. Die Fahrt ging über Steele-Ost nach Hattingen. Was macht der stellvertretende Reiseleiter? Er steigt mit der ganzen Mannschaft schon in Steele aus. Der Zug fuhr weiter, und ließ die Gruppe in großer Ratlosigkeit zurück – zumal eine Weiterbeförderung nirgendwo ausgeschrieben war. Nach vielem Hin und her und großem Achselzucken wurde eine fremde Mitreisende befragt, ob eventuell der Zug nach Hattingen auch von diesem Bahnhof abfahren würde? „Jawohl, hier sind Sie richtig“, war die Antwort. Große Erleichterung bei allen und im Gesicht des stellvertretenden Reiseleiters. In Hattingen angekommen, sollte sofort die Rückfahrtzeit festgelegt werden. War nix – denn 15 Köpfe – 15 Sinne. Dann doch zuerst zum Weihnachtsmarkt und einen Glühwein getrunken. Die Gruppe fand auch schnell einen Glühweinstand mit Spülmaschine, denn ihr wißt es alle, ohne diese, gibt es Herpes. Der Glühwein war gut, der Eierpunsch köstlich, der eine mit, der andere ohne Amaretto, man ließ es sich schmecken. Da unmittelbar noch ein ordentlicher Bratwurststand war, machte man auch da noch halt. Gestärkt und locker machte man sich auf den weiteren Weg. Durch einen Mittelalterlichen Turmbogen, der von außen mit einem großen Adventskalender geschmückt war, betrat die Gruppe den ersten Weihnachtsmarkt. Mehrere geschmückte Weihnachtsbüdchen waren rund um die Kirche aufgebaut und luden zum Verweilen ein. Anschließend ging es durch die engen Gassen, um den abgelegeneren Teil des Marktes

in Augenschein zu nehmen. Von dort über die Hauptmeile zum Holl. Fischhändler. Mmh lecker, es wurde wieder gegessen. Da es äußerst kalt war, und sich auch mit der Zeit andere Bedürfnisse meldeten, suchten unsere Kameraden erst ein Cafe, dann eine Gemäldegalerie und schließlich eine kleine Pinte auf. Dort war es richtig warm und nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten bekamen sie auch Bier und Glühwein auf den Tisch. Mittlerweile wurde es dunkel und das leidliche Thema der Rückfahrt stand wieder im Raum. 4:3o oder 5:3o Uhr, na dann doch den früheren Zug. Schnell bezahlen und ab zum Zug. Auf dem Weg dorthin kamen sie noch an so manch schönen Stand vorbei. Leider keine Zeit, schnell zum Bahnhof. Aber, oh du Schreck, Tante Lenchen war weg. Zum Glück, auf dem letzten Druck, kam sie noch mit der Ursel angerannt. Doch so ganz reibungslos verlief die Rückfahrt auch wieder nicht. Es gab wieder ein Problem. – Die große Umsteigeaktion in Steele-Ost. Alle warteten auf den weiterfahrenden Zug, aber wo blieb er? Doch der Zug war schon längst da, nur auf einem anderen Bahnsteig. Also Treppe runter, Treppe rauf und dann nahm die Heimfahrt ihren letzten Lauf. Unsere Lieben landeten alle glücklich in Gladbeck. Sie wünschten sich zum Abschluss noch ein schönes Weihnachtsfest und strebten ihrer warmen Stube zu. Werner war von dieser verantwortungsvollen Arbeit ganz schön geschafft. Hier stell ich mit Genugtuung fest, auch Männer haben mit dem Verkehr ihre Schwierigkeiten! Ich meine den Schienenverkehr!